Tippe ins Bild – der Zylinder bekommt einen Schubs und dreht sich weiter. Je weiter außen du tippst, desto schneller. Ein Tipp in die Mitte hält ihn an.
Die beiden geraden Linien am Rand sind Mantellinien – und nicht immer dieselben: Beim Drehen wandern sie über die Oberfläche. Man nennt sie Konturlinien, weil sie den Umriss bilden. Anders als beim Kegel laufen sie immer parallel zur Achse.
Von der Kreisfläche, die du siehst, ist der ganze Rand zu sehen. Vom anderen Kreis verdeckt der Körper den hinteren Bogen – deshalb ist der gestrichelt. Dreh langsam von oben nach unten: In dem Moment, in dem der Blick die Ebene der Deckfläche durchschreitet, tauschen die beiden ihre Rollen.
Radius und Höhe gelten für alle Zylinder-Tafelbilder gemeinsam.
Kein Druckbild: Diese Ansicht ist eine Zentralprojektion – sie verkürzt je nach Drehlage unterschiedlich, ein Maßstab ließe sich also gar nicht angeben. Sie dient dem räumlichen Vorstellen. Zum Zeichnen und Ausdrucken nimm das Schrägbild, für Arbeitsblätter die Ansichten oder das Netz.
Der Fluchtpunkt liegt hier bewusst weit weg: Die Verkürzung beträgt nur etwa ±10 %, das Bild bleibt also nahe an einer Parallelprojektion. Man sieht das an den beiden Kreisen — unter Zentralprojektion sind ihre Bilder streng genommen keine Ellipsen, weil nahe Punkte stärker vergrößert werden als ferne.